SoVD Nordrhein-Westfalen e.V.

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Pressemitteilung vom 12.10.2011

SoVD NRW begrüßt Umlagefinanzierung für Altenpflegeausbildung

Aus Anlass der heutigen Experten-Anhörung im Sozialausschuss des Landtags zur Einführung einer Umlagefinanzierung in der Altenpflegeausbildung, erklärt Gerda Bertram, 1. Landesvorsitzende des SoVD Nordrhein-Westfalen e.V.:

 „Bereits im vergangenen Jahr fehlten nach einer Studie des Deutschen Instituts für Pflegeforschung in Nordrhein-Westfalen 3000 Pflegefachkräfte. Die Ausbildungszahlen gehen immer weiter zurück − gleichzeitig jedoch steigt die Anzahl der pflegebedürftigen Menschen. Der SoVD NRW befürchtet, dass sich der Fachkräftemangel in den nächsten Jahren erheblich verschärfen wird. Wir begrüßen daher die Pläne, eine Umlagefinanzierung einzuführen, um die Ausbildungsbereitschaft der ambulanten und stationären Pflegedienstleister zu erhöhen. Bislang haben die Betriebe, die ausbilden, gegenüber denjenigen, die das nicht tun, einen erheblichen Wettbewerbsnachteil: Denn wer ausbildet, muss seine Leistungen oft teurer anbieten als derjenige, der nicht ausbildet, weil die höheren Personalkosten durch höhere Preise refinanziert werden müssen.

Aus Sicht des SoVD reicht die Einführung einer Umlagefinanzierung alleine aber nicht aus, um den Fachkräftemangel nachhaltig zu beseitigen. Die Attraktivität des Pflegeberufs insgesamt muss erhöht werden. Wir stellen auch klar: Qualitativ hochwertige Pflege ist nur dann möglich, wenn ausreichend qualifiziertes Personal vorhanden ist. Qualitativ hochwertige Pflege kann es nicht zum Billigtarif geben.“

 

 




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